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Vom 22. Juli bis 28. August 2021:

Ein einziger falscher Buchstabe lässt Emmi‘s eMail irrtümlich bei Leo landen. Er antwortet aus Höflichkeit, und es beginnt eine nette Plauderei zwischen den beiden. Mit jeder weiteren eMail kommen sich Emmi und Leo näher und schon bald entsteht zwischen den beiden eine ganz besondere Brieffreundschaft. Doch mit der Zeit stellt sich den beiden die Frage: Könnte das, was sich aus ihrer anfänglichen Freundschaft entwickelt hat, auch Verliebtheit oder sogar Liebe sein? Und ist dies angesichts der Tatsache, dass sie sich nie persönlich begegnet sind, überhaupt möglich? Bald scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann es zum ersten persönlichen Treffen kommt.... Und werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?


Gut gegen Nordwind ist ein Briefroman im Internet-Zeitalter - ein eMail-Roman. Glattauer gelingt es, den Leser gemeinsam mit Leo und Emmi auf jede neue Nachricht warten zu lassen. Das Leiden wird körperlich fühlbar, wenn eine eMail eine Zeit lang ausbleibt, eine Frage nicht sofort beantwortet wird oder nur vage. Beide leiden unter der Ungewissheit, ob sie - bzw. der andere - dem in den Mails entstandenen Bild je entsprechen können. Und beide wissen irgendwann, dass sie aufhören müssen, sich näher zu kommen, doch sie gehen weiter - Schritt um Schritt - wohl wissend, dass jede Annäherung die Sehnsucht immer stärker werden lässt - nach dem, den man nicht kennt und doch so sehr.


"Zu meinem Glück gehören eMails von Leo", schreibt Emmi. Auch Leo lässt sich hinreißen:

"Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf."

Die Bühnenfassung von Ulrike Zemme und Daniel Glattauer

Einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur!

Daniel Glattauers Geniestreich ist nicht nur als Buch ein Bestseller.

Die wunderbar komische eMail-Freundschaft zwischen Emmi und Leo

ist auch auf der Bühne ein echter Genuss.

Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Theaterabend!

GUT GEGEN NORDWIND

Dienstag bis Samstag um 20:00 Uhr

mit Anna Sophie Krenn & Anatol Rieger

Regie: Sissy Boran & Andrea Eckstein

Bühnenbild: Siegbert Zivny

Kostüme: Barbara Langbein

PUBLIKUMSSTIMMEN


"Grandios! Burgtheaterwürdig, toll gespielt - toll inszeniert!" (Edith Leyrer)


"Da ist der Komödie am Kai der ganz große Wurf gelungen – Premiere von „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer in einer hinreißenden Inszenierung – große Gratulation an Sissy Boran und Andrea Eckstein!!!! Sensationell  die beiden Hauptdarsteller: Anna Sophie Krenn als Emmi Rothner und Anatol Rieger in der Rolle des Leo Leike….Theatergenuss in Reinkultur!" (Maria Mazakarini)


"Es war grossartig. Niemand darf dieses tolle Stück unter dieser fantastischen Regie mit den zwei herausragenden Schauspielern verpassen." (Thomas Weinhappel)


"Es war ein so berührender Abend, einfach grandios..." (Natascha Shalaby)


"Es war beeindruckend!" (Alexander Keller)


"Hinreißende Premiere von GUT GEGEN NORDWIND in der Komödie am Kai - phantastische Anna Sophie Krenn & Anatol Rieger - feines Spiel mit den brillanten Worten von Daniel Glattauer - Chapeau!!! Sehr lebendig! Sehr echt - Regie Sissy Boran & Andrea Eckstein." (Cornelia A. Schaefer)


"Für jeden der sich wieder kulturell in die neue Normalität flüchten will und einen wahren österreichischen Klassiker, wirklich gut, neu inszeniert erleben will, dem kann ich nur #gutgegennordwind von -#danielglattauer in der #komedieamkai in #wien am Schwedenplatz empfehlen! Ganz toll und packend vom Anfang vis zum Ende erzählt und dargestellt." (Alex Domaschko)


"Für mich eine klare 5 Sterne Wertung." (Boris Schmidt)


"Ein grossartiges Stück, gespielt von zwei faszinierenden Schauspielern! Das Publikum war begeistert! Unbedingt sehenswert! Sehr zu empfehlen!" (Edith Jessenitschnig)


"Heute gesehen. Tolles Stück, großartige Schauspieler - ich würde mich sehr freuen, wenn auch irgendwann "Alle sieben Wellen" auf dem Programm stehen würde. Mit denselben Schauspielern. Großes Lob an das gesamte Team - es war ein toller Abend." (Marcus Kallenda)

Innige Begegnungen via E-Mail: „Gut gegen Nordwind“ in der Komödie am Kai

Mit einem Erfolgsstück aus der Feder von Daniel Glattauer schmückt Direktorin Sissy Boran den Sommerspielplan ihrer Komödie am Kai. In „Gut gegen Nordwind“, im Jahr 2006 als Roman erschienen und 2009 als Bühnenversion (von Ulrike Zemme und Glattauer selbst verfasst) an den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt uraufgeführt, korrespondieren zwei Personen, Emmi Rothner und Leo Leike, monatelang via E-Mail miteinander. Ausgelöst wird der Schriftwechsel der besonderen Art durch eine Unachtsamkeit Emmis, die eigentlich ihr Zeitungsabo kündigen möchte, jedoch durch einen Tippfehler in der E-Mail-Adresse anstatt des Verlags den ihr unbekannten Leo kontaktiert.

Und so mailen die beiden einander hin und her: die verheiratete Homepage-Erstellerin Emmi und der seiner verflossenen Liebe nachtrauernde Sprachpsychologe Leo. Im Verlauf der vielen Monate (auf der Bühne steht ein Flipchart-Kalender, den die beiden Darsteller abwechselnd umblättern) gewinnt der Gedankenaustausch zunehmend an Innigkeit, und Emmi und Leo entwickeln ein virtuelles Naheverhältnis zueinander (obwohl beide, die längste Zeit über, einander siezen) – bis die Frage im Raum steht, ob ein persönliches Treffen die Online-Romanze krönen könnte. „Schreiben ist Küssen mit dem Kopf“ ist einer der herzerwärmenden Sätze, den Leo Emmi zukommen lässt.

Daniel Glattauer (1960 in Wien geboren) hat seine Charaktere mit großer Warmherzigkeit gezeichnet. Den beiden Regisseurinnen, Sissy Boran und Andrea Eckstein, gelingt es, eine Spannung aufzubauen, die den ganzen Abend über andauert (sehr stimmig wurden auch die passenden Musikzuspielungen ausgewählt). Wird es zu einem realen Kennenlernen von Emmi und Leo kommen? Wie entwickelt sich das zarte Pflänzchen ihrer digitalen Freundschaft weiter? Zuviel soll hier aber nicht vorweggenommen werden!

Siegbert Zivny hat ein zweigeteiltes Bühnenbild kreiert, in dem die beiden Figuren ihrer E-Mail-Leidenschaft frönen: ein gemütliches Sofa mit Couchtisch und Stehlampe für Emmi sowie ein schlichtes Arbeitszimmer mit Lederfau­teuil für Leo. Ein Sideboard, das an zwei Seiten offen ist, fungiert als Trennelement der beiden unterschiedlichen Lebenswelten. Barbara Langbein hat die passenden Kostüme beigesteuert.

Anna Sophie Krenn und Anatol Rieger verkörpern ihre beiden höchst sympathischen Charaktere auf hinreissende Art und Weise: Krenns Emmi, die Yoga praktiziert und dem Whisky nicht abgeneigt ist, wartet voller Ungeduld auf Leos nächstes E-Mail und gibt ihm ungebeten, aber fürsorglich Tipps, wie er von seiner Ex-Freundin loskommt. Als sich Leo urlaubsbedingt länger nicht meldet, fühlt sich Emmi zurückgesetzt und stellt sich die Frage, ob sie denn nur ein Forschungsobjekt für den Sprachpsychologen gewesen sei. Riegers Leo, passionierter Rotweintrinker mit einer berufsbedingten Präferenz, Emmis Nachrichten zu analysieren, gibt sich anfänglich zugeknöpft, verliert aber zusehends die Scheu, seine Gefühle gegenüber seiner E-Mail-Freundin offenzulegen. Wunderbar klappt das Zusammenspiel von Anna Sophie Krenn und Anatol Rieger, wenn sie zwar auf derselben Bühne agieren, Emmi und Leo aber räumlich getrennt voneinander leben.

Fazit: Diesem Abend wohnt ein Zauber inne! Wer mitfiebern möchte, wie sich die Beziehung zwischen Emmi und Leo entwickelt, dem sei ein Besuch in der Komödie am Kai wärmstens empfohlen!


Anja Schmidt, Kulturschatulle, 29. Juli 2021