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Vom 26. März bis 14. Mai 2016:

Leichen pflasterten ihren Weg – männliche Leichen, wohlbemerkt. Reihenweise fielen sie, erst quicklebendig, der schönen wie heimtückischen Carmen ins Bett und später dann, abgeliebt und abgelegt, ins Gartenbeet...

Carmen Wolf liebt gutes Essen, kühlen Champagner und schöne Männer - letztere hingegen nur auf Zeit. Deshalb gibt es nach den ersten Abnutzungserscheinungen pünktlich im Zweijahrestakt zu Silvester einen mörderisch fliegenden Partnerwechsel im Hause der bekannten Kochbuchautorin.

Aber ausgerechnet als Carmen Liebhaber Nummer 5 entsorgen will, steht Tochter Sabine vor der Tür. Und spätestens, als diese eine Leiche im Garten entdeckt, ahnt sie, dass ihre Mutter keine Frau der leeren Worte ist. Doch da steht bereits Liebhaber Nummer 6 vor der Tür...

Die Wiener Erstaufführung der prickelnden Komödie von STEFAN VÖGEL

Liebhaber haben ein Verfallsdatum - Bella Donna sorgt für Mordsspaß

REGIE: ERICH FURRER

Bühnenbild: Siegbert Zivny

Kostüme: Barbara Langbein

BELLA DONNA

täglich, außer Sonntag & Montag um 20:15 Uhr

mit Gabriela Benesch, Bernadette Mezgolits, Erich Furrer, Ralph Saml, Christian Spatzek, Rafael Witak

Bei Stefan Vögel's Krimi-Komödie rund um Liebe, Lust und Leidenschaft knallen

nicht nur die Champagnerkorken. Die Männer liegen flach, die Damen jubeln!

Ein Mordsspaß und eine Bombenrolle für ein „Mordsweib“!

„Bella Donna“ von Stefan Vögel – ein todsicherer Spaß

Komödie am Kai – neuerlich Tatort lustvoll amüsanter Morde!


Ein toller Gartentipp von einer erfolgreichen Kochbuchautorin: Männer umbringen und die schmackhaftesten Kräuter damit züchten. Man braucht dazu nur einen Garten und etwas Gift, um die Herren der Schöpfung in besten Kompost zu verwandeln. Stefan Vögel, Autor hinreißender Komödien, hat sich dafür in die Seele einer lebensvollen Frau versenkt, die es leid ist, ihre Verehrer länger als zwei Jahre zu ertragen. Anstatt sie in den freien Markt der Liebe zu verstoßen, trinkt sie mit den Herren zu Silvester noch ein Glas Champagner, nicht ohne das seine gründlich mit der richtigen Dosis Bella Donna gewürzt zu haben. Die Leichen kommen vorübergehend als Dünger in ein Hochbeet, um später pietätvoll ihre ewige Ruhe unter dem Rasen zu finden. Jawohl, diese Frau versteht was von ihrem Handwerk, von den feinen Aromen und der geheimnisvollen Wirkung ihrer Kräuter.

Carmen Wolf, so nennt Stefan Vögel sein Mordsweib, liebt das Leben und ist die zum Vollweib gewordene Verwirklichung seiner Sprachkunst. 

Mit Gabriela Benesch hat sie die ideale Darstellerin gefunden, die mit der Grandezza einer Lebedame aus jeder Schlüpfrigkeit eine erotische Pointe zaubert. In diesem Stück hat sie dazu viel, sehr viel Gelegenheit und treibt damit sogar ihrer Tochter Sabine die Schamröte ins Gesicht, obwohl diese ihre Mutter schließlich diesbezüglich bereits kennen sollte. Bernadette Mezgolits ist das junge Ding, das seine Unschuld partout bis nach der Hochzeit mit Valentin Strachwitz (Rafael Witak) aufbewahren will. Dass Männer bei einer solchen Frau nicht gut wegkommen, ist klar, aber dass sie noch vor dem Silvestermenü, zubereitet von der raffinierten Kochbuch-Autorin persönlich, den Löffel abgeben müssen, das hätte sich am wenigsten der alte Freund Berni verdient. Aber so hat man zumindest Gelegenheit, Ralph Saml nach Einnahme des mit Bella Donna versetzten Champagners sehenswert an sterben zu sehen. Was Martin (Erich Furrer), die fesche Internetbekanntschaft Carmens, zu ihr gerieben hat, bleibt bis gegen Ende hin ein Geheimnis.

Vorher wird er allerdings zum „Opfer“ ihrer anderen Hexenkünste, die sogar aus dem steifen Vater Valentins, dem alten Strachwitz (Christian Spatzek), einen liebestollen Hengst machen und für turbulente Szenen und gekonnten Slapstick sorgen. Dank Stefan Vögel gibt´s wieder knackfrischen Boulevard für kleine Bühnen wie die Komödie am Kai, die ihren Namen wieder einmal „todernst“ genommen hat und nach den „Ballettratten“ neuerlich als Tatort lustvoll amüsanter Morde einen Abend lang die Lachmuskeln strapaziert.


Kultur & Wein, 8. April 2016